Zwei Strukturprinzipien
- Selbsttragend (z. B. Container, Behälter, Wechselaufbau): Lastabtrag über die Einheit selbst , Auflage auf Containerspins bzw. genormten Schnittstellen (ISO 668 / CSC, UIC 592).
- Symbiose aus Aufbau & Unterrahmen (Ladehilfsgestell): Der Aufbau nutzt definierte Unterstützungspunkte am Straßenrahmen oder Waggon. Die Lasten werden gezielt in den Träger eingeleitet – ideal, wenn Gewicht, Bauhöhe oder Funktion besondere Anforderungen stellen.
Zulassung & Entkopplung
BOXmover konstruiert Aufbauten immer abnehmbar: als klassischer ILU-Container oder als ILU-Aufbau. Der Aufbau ist nicht dauerhaft mit dem Haupt-Tragrahmen verbunden (kein „Durchschweißen“), sondern lösbar adaptiert. Vorteil: Straßen-Genehmigungen und bahnseitige Zulassungen bleiben entkoppelt und werden bei Bedarf nur ergänzt, nicht neu aufgerollt.
Entwicklungsprozess
(Back-to-Back)
Discover → Design → Plan → Build → Prove → Scale
- Digitaler Zwilling als gemeinsame Datenbasis (Lastfälle, Varianten, Logistik-Szenarien).
- Deliverables je Stufe: Konzept, Vorberechnung/FEM, Fertigungsableitungen, Kosten/Termin, Prüf- & Zulassungsplan, Prototyp/Abnahme, SOP.
- Nach jedem Gate: Go / Hold / Stop – transparent, risikoarm und entscheidungsstark.
Logistik, „Hochzeit“ & Skalierung
Für bahntaugliche ILUs planen wir die „Hochzeitslokation“ – den Ort der finalen Verbindung von Waggon & Aufbau – so, dass die LKW-Anlieferung effizient bleibt. Das ermöglicht eine flexible, verteilte Fertigung und skalierbare Wiederholaufträge ohne starre, zentrale Endmontage.
Oberfläche & Modularität
(Zink/KTL als Designtreiber)
Unsere Einheiten sind auf Tauchprozesse (Feuerverzinkung oder KTL-Grundierung) ausgelegt. Damit alles ins Becken passt, konstruieren wir zerlegbar – daraus entstand der modulare Container. Nebeneffekt: deutliche Transportvorteile – auf einem Chassis können bis zu fünf oder sechs zerlegte Aufbauten/Behälter mitgeführt werden, weil das Ladevolumen des fertigen Aufbaus entfällt.
Interoperabilität & Synergien
BOXmover-Lösungen sind kompatibel zu gängigem Dritt-Equipment auf Straße und Schiene. In Kombination mit BOXmover-Straßenrahmen oder dem BaseFrame (Bahn) entstehen zusätzliche Vorteile:
höhere Nutzlast, einfachere Bedienung, geringere Tara, schnellere Zulassung – das Baukastenprinzip wirkt über alle Disziplinen.
Typische Lösungen (Auszug)
- ILU-Aufbauten & -Container (bahntauglich / straßentauglich)
- ISO/CSC-Behälter für genormte Schnittstellen
- Geschraubte Ladehilfsgestelle für Sondergüter oder Mischverkehre
- Abroll-Varianten (z. B. DIN-basierte Systeme) als modulare Containerlösungen
Fertigungsmodelle
- Kit/Baukasten: Kantteile + Schraub-/Schweißpläne für Kundenwerkstätten (inkl. Onboarding & Qualitätspunkte).
- StaKo: vollständige Schweiß-/Fertigungszeichnungen & Prüfdokumente für externe Fertiger.
- Komplettbaugruppen: montagefertig, LKW-transportfähig ohne Sondergenehmigung.
Was sich auf der Straße bewährt, funktioniert – konstruktiv adaptiert – auch auf der Schiene. Genau dafür ist unser Kombi-Baukasten gemacht.
